„Der Aufwärtstrend beim Wohnungsbau ist da!“, freut sich die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Cornell Babendererde (Landkreis Harburg) mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Diese zeigen einen deutlichen Anstieg der Baugenehmigungen: Von Januar bis August 2026 wurden bundesweit 169.400 neue Wohnungen genehmigt – rund 12 Prozent beziehungsweise 18.300 Wohneinheiten mehr als im Vorjahreszeitraum.
Ursache für den Aufschwung sei der nach der Bundestagswahl sehr zügig auf den Weg gebrachte sogenannte „Bauturbo“, erklärt die Bundespolitikerin. Dieser zielt darauf ab, durch weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsprozesse Bauvorhaben zügiger umzusetzen. „Der Bauturbo wirkt, und damit kehrt auch Vertrauen zurück“, meint Babendererde. „Das sind gute Nachrichten für uns alle – nicht nur für diejenigen, die aktuell eine bezahlbare Wohnung suchen. Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis. Die Sorge vor unbezahlbaren Mieten und zunehmender Wohnungsknappheit beschäftigt viele Menschen“, weiß Babendererde auch aus ihrer kommunalpolitischen Erfahrung als stellvertretende Bürgermeisterin von Winsen (Luhe).
Auch für die Wirtschaft seien die aktuellen Zahlen ein Grund zur Freude. „Baulärm ist die Musik von Wohlstand und Fortschritt. Wenn wir unsere Volkswirtschaft stärken, Wachstum ermöglichen und Beschäftigung sichern wollen, dann müssen die Bagger rollen!“
Doch so erfreulich die Entwicklung sei, man dürfe sich auf den gestiegenen Genehmigungszahlen nicht ausruhen. „In einer Baugenehmigung kann noch niemand wohnen“, betont die CDU-Politikerin. „Entscheidend ist, dass aus Genehmigungen auch tatsächlich fertige Wohnungen werden. Deshalb dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen.“ Die Bauwirtschaft brauche vor allem verlässliche Rahmenbedingungen. Dass die Förderung für den Effizienzhausstandard EH55 Plus bis zum Jahresende verstetigt worden sei, setze daher ein wichtiges und richtiges Signal.
Ein weiterer entscheidender Hebel seien die Baukosten. „Bauen ist in Deutschland schlicht zu teuer“, stellt Babendererde nüchtern fest. „Wir müssen deshalb die Spirale aus immer strengeren und kostentreibenden Standards durchbrechen. Der Gebäudetyp E kann hier zum Gamechanger werden. Statt eines teuren Goldstandards müssen wir einfaches, bezahlbares und praxistaugliches Bauen zum neuen Normal machen – ohne einen zusätzlichen Vertragstyp, ohne aufwendige Aufklärungspflichten und ohne neue Haftungsrisiken.“
Zum Abschluss richtet Babendererde den Blick auf eine grundsätzliche Frage, die sie persönlich umtreibe: „In den vergangenen Jahren haben wir uns zu einem Volk entwickelt, das das Glas häufiger als halb leer denn als halb voll betrachtet. Ich würde mir wünschen, dass wir trotz aller unbestrittenen Probleme etwas liebevoller mit unserer Heimat umgehen und unseren Vorzügen und Privilegien wieder mehr Wertschätzung entgegenbringen.“
Zu oft, so Babendererde, neige man dazu, das Haar in der Suppe zu suchen. „Etwas mehr positive Energie, etwas mehr Zuversicht, weniger Attacke und mehr Zusammenhalt – das sind Dinge, die uns gemeinsam mit guten politischen Maßnahmen wieder nach vorne bringen können.“
Der funktionierende „Bauturbo“ komme deshalb gerade zur richtigen Zeit, ist Babendererde überzeugt: „Er kann ein positives Beispiel dafür sein, dass sich etwas bewegt und unser Land vorankommt. Wir sollten diesen Aufbruch nutzen – nicht nur, um mehr Wohnraum zu schaffen, sondern auch, um wieder mehr Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft zu gewinnen.“