Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat fördert das Lüneburger Unternehmen EUROPLANT mit 108.000 Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung. EUROPLANT erforscht, züchtet und vertreibt seit mehr als 125 Jahren hochwertige Kartoffelsorten. Mit rund 600 Beschäftigten ist das Unternehmen in 70 Ländern aktiv und verfügt über ein internationales Züchtungs- und Vertriebsnetzwerk.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Cornell Babendererde und die CDU-Landtagsabgeordnete Anna Bauseneick begrüßen die Förderung als wichtiges Signal für die Region und den Agrarstandort Deutschland. „Die Kartoffel ist wie die Heide untrennbar mit unserer Region verbunden. Rund 40 Prozent der deutschen Kartoffeln stammen aus diesem Gebiet, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts Deutschlands größtes Kartoffelanbaugebiet ist. Sie zu schützen ist eine wichtige Aufgabe. Dass ein traditionsreiches Lüneburger Unternehmen wie EUROPLANT mit Unterstützung des Bundes an innovativen Lösungen für die Landwirtschaft arbeitet, ist eine gute Nachricht für unsere Region“, erklären die beiden CDU-Abgeordneten.
EUROPLANT ist Partner eines Verbundvorhabens mit der Universität Hohenheim. Ziel der Forschung ist es, der Ausbreitung der Schilfglasflügelzikade und den damit verbundenen Ernteausfällen zu begegnen und ein zikadenunabhängiges Schnelltestverfahren zu entwickeln. Damit soll die Züchtung resistenter Sorten beschleunigt und die Erträge der Branche gesichert werden.Die Förderung läuft über drei Jahre, die Gesamtfördersumme beträgt 473.273,93 Euro. Die Übergabe des Förderbescheids erfolgt am 3. November 2026 im Rahmen der Innovationstage in Berlin. Abschließend betonen die beiden Abgeordneten die Bedeutung von Forschung und Innovation für eine zukunftsfähige Landwirtschaft: „Die Pflanzenzüchtung leistet einen wichtigen Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit. Die Förderung von EUROPLANT zeigt, wie Bund, Wissenschaft und Unternehmen gemeinsam neue Perspektiven für die Landwirtschaft schaffen können.“