Zahlreiche Interessenbekundungen zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) aus dem Landkreis Harburg sind in Berlin eingegangen. Der Haushaltsausschuss hat nun zwei Projekte aus Meckelfeld und Jesteburg berücksichtigt. „Ich freue mich sehr, dass so viele Kommunen meinem Aufruf gefolgt sind, sich um Bundesmittel aus dem SKS zu bewerben – und ganz besonders, dass Meckelfeld und Jesteburg zum Zug gekommen sind“, erklärt die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Cornell Babendererde. Angesichts der vielfachen Überzeichnung des Programms sei das keineswegs selbstverständlich gewesen; letztlich habe sich das Klinkenputzen aber gelohnt.
So erhält die interkommunale Baumaßnahme zur „Sanierung des Sportplatzes am Schulzentrum Meckelfeld“ eine Fördersumme von 250.000 Euro. Der Sportplatz wird von verschiedenen Gruppen intensiv genutzt: Neben dem Schulsport der örtlichen Bildungseinrichtungen ist er eine zentrale Trainings- und Wettkampfstätte für den TSV Meckelfeld. Als Pächter des Sportplatzes übernimmt der Landkreis Harburg die Umsetzung der Maßnahme. Zuvor hatte der Rat der Gemeinde Seevetal die Teilnahme am Bundesprogramm gebilligt.
Weitere 761.524 Euro erhält die Gemeinde Jesteburg für die energetische Sanierung ihres Freibades, die rund 50 Jahre nach der Errichtung des Freibades im Jahr 1975 und etwa 20 Jahre nach ersten Sanierungsarbeiten in den Jahren 2005/06 dringend erforderlich ist. Die veraltete Technik treibt derzeit die Betriebskosten erheblich in die Höhe. Durch eine energetische und technische Ertüchtigung soll der Betrieb langfristig gesichert und zugleich ein spürbarer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Darüber hinaus sind zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit geplant. Für die ausgewählten Kommunen beginnt nun das Antragsverfahren für die konkrete Förderung.
Mit der Förderung setzt der Bund ein wichtiges Signal, so Babendererde: „Sport stiftet Gemeinschaft und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt – gerade in der aktuellen Zeit ist das von großer Bedeutung.“ Sportanlagen seien wichtige Treffpunkte für Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliches Leben. „Hier kommen Menschen zusammen – im Vereinssport, in der Schule und in der Freizeit.“ Deshalb sei es wichtig, dass der Bund die Kommunen weiterhin aktiv unterstützt, um bestmögliche Rahmenbedingungen zum Abbau des bestehenden Sanierungsstaus bei den Sportanlagen zu schaffen.
Ziel des SKS-Bundesprogramms ist es, Sportstätten mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu erhalten und zu modernisieren. Damit führt der Bund das erfolgreiche Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ fort. Für den laufenden Projektaufruf wurden aus der sogenannten „Sportmilliarde“ 333 Millionen Euro bereitgestellt.
Trotz dieser enormen Summe sei das Programm stark überzeichnet gewesen, erläutert Babendererde. „Bei einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro konnten bei Weitem nicht alle förderfähigen und dringend erforderlichen Projekte berücksichtigt werden.“ Insgesamt gingen mehr als 3.600 Interessenbekundungen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein, das die Umsetzung des Programms betreut.
„Die heutige Entscheidung ist ein wichtiger erster Schritt – weitere werden folgen“, versichert Babendererde. Das Engagement der Kommunen, die diesmal nicht berücksichtigt werden konnten, sei keineswegs vergeblich gewesen. Im laufenden Jahr stünden weitere Fördermittel zur Verfügung.