Das Bundeskabinett hat heute die neue Nationale Tourismusstrategie beschlossen. Erarbeitet wurde sie unter Federführung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Für die Bundestagsabgeordnete und Tourismuspolitikerin Dr. Cornell Babendererde ist der Beschluss ein wichtiger Schritt, um den Tourismusstandort Deutschland wirtschaftlich zu stärken und zukunftsfest aufzustellen. „Der Tourismus ist weit mehr als Freizeit und Erholung – er ist ein zentraler Wirtschaftszweig, gerade für kleine und mittelständische Betriebe und für ländliche Räume wie die Lüneburger Heide“, erklärt Babendererde. „Die Nationale Tourismusstrategie setzt hier an und schafft einen verlässlichen Rahmen, um Betriebe zu entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken.“
Ein Schwerpunkt der Strategie liegt auf dem Abbau unnötiger Bürokratie. Gerade kleine und familiengeführte Betriebe leiden unter komplexen Regelungen und hohem Verwaltungsaufwand. Verfahren sollen vereinfacht, Berichtspflichten reduziert und Regelungen praxistauglicher ausgestaltet werden. „Wer ein Hotel, ein Restaurant oder einen Reisebetrieb führt, braucht Freiräume für Qualität und Gastfreundschaft statt immer neuer Formulare“, so Babendererde. „Bürokratieabbau ist deshalb ein zentrales Instrument, um Unternehmen zu stärken und Investitionen zu ermöglichen.“ Zugleich setzt die Nationale Tourismusstrategie auf eine bessere Erreichbarkeit und moderne Infrastruktur. Investitionen in Mobilität und eine starke internationale Vermarktung des Reiselands Deutschland sollen dazu beitragen, im Wettbewerb der touristischen Destinationen weiter aufzuholen.
Ein weiterer Fokus liegt auf Digitalisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, insbesondere kleinere Betriebe beim Wissenstransfer und bei der praktischen Anwendung digitaler Lösungen zu unterstützen – etwa zur Effizienzsteigerung oder zur besseren Lenkung von Besucherströmen.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Dabei geht es nicht nur um Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch um soziale Aspekte des Tourismus. Barrierefreiheit wird als wichtiger Wettbewerbsfaktor verstanden, der neue Zielgruppen erschließt und zugleich mehr Teilhabe ermöglicht. „Ein inklusiver Tourismus ist kein Nischenthema, sondern ein Qualitätsmerkmal“, betont Babendererde. „Barrierefreie Angebote kommen Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen und Familien gleichermaßen zugute und stärken die Attraktivität unserer Reiseziele.“
Die Nationale Tourismusstrategie konzentriert sich auf Maßnahmen in der Zuständigkeit des Bundes und setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und der Branche. Ein Tourismuspolitisches Forum soll den Austausch weiter vertiefen und die Umsetzung begleiten. „Der Beschluss der Nationalen Tourismusstrategie ist ein wichtiges Signal“, so Babendererde abschließend. „Entscheidend wird nun sein, dass die Inhalte konsequent umgesetzt werden – damit der Tourismusstandort Deutschland wirtschaftlich stark, inklusiv und zukunftsfähig bleibt.“